12. April 2026 · Massage

Rückbildung nach der Geburt: Phasen, Zeitpunkt und wo icoone® ergänzt

Lesezeit: 7 Min.

Nach der Geburt braucht der Körper Zeit, um sich zu erholen. Die Gebärmutter bildet sich zurück, der Beckenboden regeneriert, Bauchmuskeln und Gewebe finden langsam wieder in Form. Rückbildung ist dabei zuerst ein medizinischer Prozess (Hebamme, Physiotherapie, Beckenbodentraining), und erst danach kommen ästhetische Behandlungen ins Spiel. Dieser Artikel ordnet die Phasen, nennt die Zeitpunkte gemäss Schweizer Fachempfehlungen, und zeigt, wo icoone® Mikrostimulation sinnvoll ergänzt.

Was «Rückbildung» medizinisch bedeutet

Nach der Geburt läuft ein komplexer Umbau ab. Die Gebärmutter halbiert ihr Gewicht innerhalb einer Woche und erreicht nach rund sechs Wochen fast wieder die Grösse vor der Schwangerschaft. Der Beckenboden ist stark beansprucht (bei vaginaler Geburt durch die Dehnung, bei Kaiserschnitt durch das Gewicht der Schwangerschaft selbst). Die geraden Bauchmuskeln sind oft auseinandergewichen (Rektusdiastase). Haut und Bindegewebe am Bauch sind gedehnt, hormonell bedingt bleibt das Gewebe Wochen bis Monate weicher.

Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), der Schweizerische Hebammenverband (SHV) und pelvisuisse haben dazu eine gemeinsame Informationsbroschüre publiziert (Quelle siehe unten). Die darin beschriebenen Empfehlungen bilden die Grundlage dieses Artikels.

Phase 1: Wochenbett (0 bis 6 Wochen)

Priorität: Ruhe, Wundheilung, erste Wahrnehmung.

In den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt steht Erholung im Vordergrund. Viel liegen entlastet den Beckenboden. Leichte Atemübungen und sanftes An- und Entspannen des Beckenbodens sind möglich, wenn keine Komplikationen bestehen (Anleitung durch Hebamme oder Physiotherapie).

Was in dieser Phase zu vermeiden ist:

  • Gezieltes Bauchmuskeltraining (insbesondere Sit-ups, Crunches)
  • Schweres Heben
  • Joggen, Sprungbewegungen
  • Intensive Massagen oder mechanische Behandlungen am Bauch

Nach einem Kaiserschnitt liegt der Fokus zusätzlich auf der Wundheilung der Narbe. Körperliche Anstrengung, die die Bauchdecke belastet, wird in dieser Zeit gemieden.

Phase 2: Rückbildungskurs (ab 6 bis 8 Wochen)

Priorität: Beckenboden, Haltung, Atmung.

Der ideale Zeitpunkt für den Beginn eines Rückbildungskurses liegt laut Schweizer Empfehlung bei sechs bis acht Wochen nach einer vaginalen Geburt. Bei Kaiserschnitt wird der Start acht bis zwölf Wochen später empfohlen, je nach Heilung der Narbe und ärztlicher Freigabe.

Der Kurs fokussiert auf:

  • Wahrnehmung und Aktivierung des Beckenbodens
  • Atmung und Haltung
  • Langsamer, abgestufter Aufbau der Bauch- und Rumpfmuskulatur
  • Alltagstaugliche Übungen (Tragen, Stillen, Bücken)

Rückbildungskurse werden in der Schweiz typischerweise von Hebammen oder spezialisierten Physiotherapeut:innen angeboten. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) übernimmt die Kosten in der Regel nicht; einzelne Zusatzversicherungen beteiligen sich.

Phase 3: Körper und Ästhetik (ab Freigabe durch Ärztin oder Hebamme)

Priorität: Gewebepflege, Narbe, Hautelastizität.

Erst nachdem die medizinische Rückbildung in Gang ist und die Wundheilung abgeschlossen, kommen ästhetische Behandlungen zum Zug. Das ist kein starrer Zeitpunkt, sondern ein individueller Entscheid zusammen mit der Gynäkologin oder Hebamme. Als Orientierung:

  • Nach vaginaler Geburt: in der Regel ab der sechsten bis achten Woche
  • Nach Kaiserschnitt: in der Regel ab der achten bis zwölften Woche, mit besonderem Blick auf die Narbe

In dieser Phase werden mehrere Dinge relevant: die Narbenbehandlung nach Kaiserschnitt, die Straffung der Bauchhaut, die Behandlung von Dehnungsstreifen, und Drainage bei anhaltenden Wassereinlagerungen.

Wo icoone® Mikrostimulation ergänzt

icoone® ist kein Ersatz für Rückbildungsgymnastik. Beckenbodentraining, Haltungsschulung, Atemtechnik gehören in die Hände von Hebamme oder Physiotherapie. icoone® kommt ergänzend ins Spiel, und zwar bei:

Bauchhaut und Dehnungsstreifen. Die Roboderm®-Technologie aktiviert Mikrozirkulation, Lymphfluss und den Kollagen- und Elastinumbau der Dermis. Bei gedehnter Bauchhaut kann das die Hautelastizität unterstützen. Bei bestehenden Dehnungsstreifen wirkt sie am besten auf noch rötlichen, frischen Streifen; ausgereifte weisse Streifen verblassen nur noch begrenzt.

Kaiserschnittnarbe. Mechanische Mikrostimulation kann oberflächliche Narbenverklebungen mobilisieren, Spannungsgefühle und Taubheit reduzieren, und die Textur der Narbe über mehrere Sitzungen verbessern. Der Hersteller hat dazu eine eigene klinische Untersuchung veröffentlicht («The clinical and aesthetic advantages of using Multi Micro Alveolar Stimulation during recovery from caesarean section», icoone.com/en/science). Für Details zur Behandlung selbst siehe den separaten Artikel zur Narbenbehandlung nach Kaiserschnitt.

Drainage und schwere Beine. Wassereinlagerungen können auch nach der Geburt bestehen bleiben. Lymphaktivierende Mikrostimulation hilft, das Gewebe zu entstauen.

Body Contouring. Sinnvoll erst, wenn die Rückbildung fortgeschritten ist (in der Regel ab drei bis sechs Monaten postpartum, nach ärztlicher Rücksprache). Ziel ist Konturenpflege, nicht Gewichtsreduktion.

Rektusdiastase: eigener Umgang

Die gerade Bauchmuskulatur weicht in der Schwangerschaft fast immer auseinander. Bei vielen Frauen schliesst sich der Spalt in den ersten Wochen nach der Geburt weitgehend. Bleibt eine relevante Diastase bestehen, gehört das in die Abklärung und Betreuung durch Physiotherapie oder Ärztin. Intensives Bauchmuskeltraining und tief stimulierende mechanische Behandlungen direkt auf dem Bauch sind in dieser Situation zu vermeiden. Die Reihenfolge ist klar: zuerst Diastase-spezifische Rehabilitation, danach erst ästhetische Behandlungen der Bauchregion.

Ein einfacher Selbsttest (Finger mittig knapp über dem Nabel einsinken lassen bei angehobenem Kopf im Liegen) gibt einen ersten Hinweis; die Einschätzung bleibt aber Sache einer Fachperson.

Stillzeit

Stillen ist kein Grund, auf icoone® zu verzichten. Der Brustbereich selbst wird in der Stillzeit nicht behandelt; für Bauch, Beine, Rücken, Arme und Gesicht gilt das normale Behandlungsprofil. Wichtig ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr; die Aktivierung des Lymphsystems kann kurzfristig den Flüssigkeitshaushalt leicht verschieben.

Kontraindikationen in der frühen Postpartum-Phase

  • Offene oder nicht vollständig abgeheilte Narbe oder Dammnaht
  • Thrombose oder Thromboseverdacht (postpartal erhöhtes Risiko)
  • Puerperalfieber oder andere akute Infektionen
  • Starke vaginale Blutungen über die typischen Wochenfluss-Grenzen hinaus
  • Ausgeprägte Rektusdiastase ohne vorherige Abklärung (für direkte Bauchbehandlung)
  • Nicht abgeheilte operative Wunden

Im Zweifel gilt immer: ärztliche Rücksprache vor Behandlungsbeginn.

Was in der Praxis Anzhelika Wyss üblich ist

Anzhelika Wyss ist EMR-zertifizierte Therapeutin und arbeitet integrativ. Das heisst: Eine Rückbildungs-begleitende Behandlung kombiniert je nach Bedarf Lymphdrainage-Elemente, gezielte Mikrostimulation an Bauchhaut und Narbe, sowie Massage bei Verspannungen in Rücken, Schultern und Nacken (typische Belastungen durch Tragen und Stillen). Die erste Behandlung beginnt mit ausführlicher Anamnese; Geburtsmodus, Komplikationen, bisherige Rückbildungsgymnastik und aktuelle Beschwerden werden besprochen.

Die Praxis arbeitet nicht als Ersatz für Hebamme oder Physiotherapie, sondern als Ergänzung im ästhetisch-körperlichen Teil der Rückbildung.


Preise

Einzelsitzung icoone® 60 Min.: CHF 195 Empfohlene Kur icoone® (10 Sitzungen): CHF 175.50 pro Sitzung, Originalanzug inklusive, 12 Monate gültig Massage 60 Min.: CHF 140 Massage 90 Min.: CHF 190

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Quellen

  • SGGG / SHV / pelvisuisse: Veränderungen am Beckenboden während Schwangerschaft und Geburt sowie im Wochenbett. Informationsbroschüre 2022.
  • SGGG-Expertenbrief No 75: Der Beckenboden während Schwangerschaft, Geburt und postpartal. Viereck V et al.
  • CONCORDIA Gesundheitsportal: Rückbildung nach der Geburt. 2025 (Quellenangabe SGGG).
  • BeBo Gesundheitstraining Schweiz: Empfehlungen zu Zeitpunkt und Aufbau der Rückbildungsgymnastik.
  • icoone® klinische Untersuchung: The clinical and aesthetic advantages of using Multi Micro Alveolar Stimulation during recovery from caesarean section. icoone.com/en/science, 2022.

Ergebnisse können individuell variieren. Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche oder hebammliche Beratung. Die Empfehlungen zum Behandlungsbeginn sind Richtwerte; der individuelle Zeitpunkt wird mit der betreuenden Fachperson festgelegt.

Häufige Fragen

Ab wann kann ich mit Rückbildung beginnen?

Sanfte Atem- und Wahrnehmungsübungen sind in den ersten Tagen nach einer komplikationslosen Geburt möglich (Anleitung durch Hebamme). Ein strukturierter Rückbildungskurs startet gemäss Schweizer Empfehlung in der Regel 6 bis 8 Wochen nach vaginaler Geburt und 8 bis 12 Wochen nach Kaiserschnitt.

Ab wann ist icoone® nach der Geburt möglich?

Nach Abschluss der Wundheilung und ärztlicher Freigabe, in der Regel ab der sechsten bis achten Woche nach vaginaler Geburt, ab der achten bis zwölften Woche nach Kaiserschnitt. Der individuelle Zeitpunkt wird mit der Gynäkologin oder Hebamme abgestimmt.

Darf ich in der Stillzeit icoone® machen?

Ja, ausserhalb des Brustbereichs. Für Bauch, Beine, Rücken, Arme und Gesicht gelten die üblichen Indikationen. Ausreichend trinken ist empfehlenswert, da die Lymphaktivierung kurzfristig den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen kann.

Ich habe eine Rektusdiastase. Kann icoone® trotzdem auf den Bauch?

Bei bestehender Rektusdiastase gilt zuerst die Abklärung durch Physiotherapie oder Ärztin. Direkte, tiefer stimulierende mechanische Behandlungen am Bauch werden in dieser Phase vermieden. Hautpflege und Narbenbehandlung bleiben abhängig vom Befund möglich.

Ersetzt icoone® den Rückbildungskurs?

Nein. Rückbildungsgymnastik, Beckenbodentraining und Haltungsschulung bleiben die Grundlage und werden von Hebammen oder Physiotherapie begleitet. icoone® ergänzt im ästhetischen und gewebepflegenden Teil: Bauchhaut, Dehnungsstreifen, Narbe, Drainage.


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