22. März 2026 · icoone® & Hautästhetik

Dehnungsstreifen behandeln: Was icoone® bei frischen und älteren Dehnungsstreifen bewirken kann

Lesezeit: 5 Min.

Dehnungsstreifen, in der Fachsprache Striae genannt, sind eine Form von Narben. Sie entstehen, wenn die Haut schneller gedehnt wird, als sie nachwachsen kann. Typisch ist das nach einer Schwangerschaft, bei einem Wachstumsschub in der Pubertät, bei starkem Muskelaufbau oder bei Gewichtsschwankungen. Hier liest du, was realistisch möglich ist und wo die Grenzen liegen.

Wie Dehnungsstreifen entstehen

Wird die Haut plötzlich stark gedehnt, reissen in der mittleren Hautschicht feine Fasern, die der Haut Halt und Spannkraft geben: Kollagen und Elastin. Der Körper repariert diese Risse mit Narbengewebe. Es ist weniger elastisch und sieht anders aus als die Haut rundherum.

Man unterscheidet zwei Phasen:

Frische Dehnungsstreifen: rötlich bis violett, teilweise leicht erhaben. Die Haut ist noch dabei, sich zu reparieren, und die Zellen, die Kollagen bilden, sind aktiv. Diese Phase dauert einige Wochen bis etwa 12 Monate.

Ältere Dehnungsstreifen: weisslich und leicht eingesunken. Die Narbe ist abgeschlossen. Die Zellen, die Kollagen bilden, sind in diesem Bereich weniger aktiv, und es gibt weniger Kollagen und Elastin.

Gut zu wissen: Frische Dehnungsstreifen lassen sich oft besser beeinflussen als ältere. Wie deutlich, ist individuell.

Wer Dehnungsstreifen bekommt

  • Viele Schwangere: je nach Studie 50 bis 90 %, meist am Bauch, an den Brüsten, Oberschenkeln und Hüften
  • Jugendliche während Wachstumsschüben, oft im unteren Rücken, an der Brust und an den Oberschenkeln
  • Menschen nach starkem Gewichtsverlust oder Muskelaufbau
  • Menschen, die längere Zeit Kortison einnehmen

Die Veranlagung spielt eine grössere Rolle, als oft angenommen wird. Wer in der Familie Dehnungsstreifen hat, bekommt sie eher, unabhängig von Pflege und Ölen.

Was icoone® bei Dehnungsstreifen bewirken kann

Die mechanische Mikrostimulation kann die Zellen anregen, die Kollagen bilden, und laut Hersteller die Bildung von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure fördern. Mehr zur Technologie liest du im Artikel Was ist icoone®?.

Bei frischen, rötlichen Dehnungsstreifen: Die Haut ist noch dabei, sich zu reparieren. Die Mikrostimulation kann den Gewebeaufbau unterstützen. Farbe, Hautstruktur und Elastizität im behandelten Bereich können sich verändern. Wie deutlich, ist individuell.

Bei älteren, weisslichen Dehnungsstreifen: Das Gewebe ist vernarbt, und die Streifen sind heller als die übrige Haut, weil dort Farbpigment fehlt. Die Hautstruktur kann sich verändern; die helle Farbe bleibt meist teilweise bestehen. Für weitergehende Behandlungen älterer Dehnungsstreifen empfehle ich eine spezialisierte ärztliche Praxis.

Was wenig bis nichts bringt

Pflegeöle und Cremes (Mandelöl, Kakaobutter und ähnliche)

Die Studienlage ist schwach. Für keines dieser Produkte ist belegt, dass es Dehnungsstreifen vorbeugt oder deutlich verringert. Sie halten die Haut geschmeidig, mehr nicht. Wer gerne Öl aufträgt: Es schadet nicht. Wer darauf verzichtet: auch gut.

Kaltes Duschen, Zupf- und Bürstenmassagen

Das mag sich angenehm anfühlen. Eine Wirkung auf bestehende Dehnungsstreifen ist aber nicht belegt.

«Wunder-Sprays» und Spezialprodukte aus dem Internet

Vorsicht: Je lauter das Versprechen, desto dünner ist meist der Beleg.

Vorgehen je nach Situation

Schwangerschaftsstreifen (frisch, nach der Geburt): Wenn die Wunden verheilt sind und Ärztin, Arzt oder Hebamme zustimmen, ist eine icoone®-Kur mit 10 Sitzungen möglich. In der Stillzeit nach Rücksprache. Mehr zum richtigen Zeitpunkt im Artikel Rückbildung nach der Geburt.

Dehnungsstreifen nach Muskelaufbau oder Gewichtsschwankungen: Zuerst Gewicht oder Muskelmasse stabilisieren, dann eine icoone®-Kur über mehrere Monate und nach der Grundkur einzelne Auffrischungssitzungen.

Ältere, weissliche Dehnungsstreifen: Ehrlich gesagt: Dass sie ganz verschwinden, ist unrealistisch. Die Hautstruktur kann sich verändern, die helle Farbe bleibt meist teilweise bestehen. Wer mehr möchte, findet weitere Möglichkeiten in einer spezialisierten ärztlichen Praxis.

Realistische Zeiträume

Zeit. Kollagen baut sich langsam um. Rechne in Monaten, nicht in Wochen:

  • Frische Dehnungsstreifen: Bei manchen Personen kann sich das Hautbild über mehrere Monate verändern.
  • Ältere Dehnungsstreifen: Die Hautstruktur kann sich verändern; die Streifen bleiben meist sichtbar.

Regelmässigkeit. Eine einzelne Sitzung verändert in der Regel wenig. Ob und wie deutlich sich die Haut verändert, ist individuell.

Wann zur Ärztin oder zum Arzt

  • Wenn Dehnungsstreifen plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftreten
  • Wenn weitere Veränderungen dazukommen, zum Beispiel ein rundlicheres Gesicht oder eine ungewollte Gewichtszunahme
  • Wenn der Verdacht auf eine hormonelle Ursache besteht, zum Beispiel ein Cushing-Syndrom

Dann können sie ein Zeichen einer anderen Erkrankung sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.


Preise

Einzelsitzung icoone® 60 Min.: CHF 195 Empfohlene Kur (10 Sitzungen): CHF 175.50 pro Sitzung · Originalanzug inklusive

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Quellen

  • Hague A, Bayat A. Therapeutic targets in the management of striae distensae: A systematic review. J Am Acad Dermatol 2017;77(3):559-568.
  • icoone® wissenschaftliche Grundlagen: icoone.com/en/science

Ergebnisse können individuell variieren. Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Kann man Dehnungsstreifen komplett entfernen?

Ganz entfernen lassen sich Dehnungsstreifen nicht. Wie stark sich das Bild verändert, ist individuell; bei älteren, weisslichen Streifen bleibt meist ein sichtbarer Rest. Realistische Erwartungen schützen vor Enttäuschung.

Helfen Pflegeöle oder Kakaobutter gegen Dehnungsstreifen?

Die Studienlage für Pflegeöle und Cremes ist schwach. Sie halten die Haut geschmeidig, verhindern Dehnungsstreifen aber nicht nachweislich und verringern sie auch nicht deutlich. Wer gerne eincremt: Es schadet nicht. Wer darauf verzichtet: auch gut.

Wann sollte man mit der Behandlung beginnen?

Frische, rötliche Dehnungsstreifen lassen sich oft besser beeinflussen als ältere, weissliche. Nach einer Schwangerschaft beginnst du am besten, wenn die Wunden verheilt sind und Ärztin, Arzt oder Hebamme zustimmen.


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